Deutsch-Französische Partnerschaft seit 1970

26. April 2018
von Partnerschaft
Keine Kommentare

Renommierte Organistin aus Paris spielte zum Jubiläum

1655 Jahre Élysée-Vertrag – Kriegerdenkmal als Mahnung

Ein Jubiläum von europäischer Bedeutung, eine deutsch-französische Freundschaft und ein besonderes Denkmal waren am Sonntag, 15.04.2018 Anlass für ein außergewöhnliches Konzert auf der historischen Klais-Orgel in Holpe. Der Partnerschaftsverein Morsbach/Milly-la-Forêt hatte anlässlich des 55jährigen Bestehens des Élysée-Vertrages dieses Konzert organisiert und konnte durch Vermittlung eines Bürgers aus dem französischen Partnerschaftskanton Milly-la-Forêt mit Helga Schauerte-Maubouet eine exzellente Organistin dafür gewinnen.

Die renommierte Organistin Helga Schauerte-Maubouet bestritt ein Konzert auf der historischen Klais-Orgel in Holpe. Fotos: C. Buchen

Die renommierte Organistin Helga Schauerte-Maubouet bestritt ein Konzert auf der historischen Klais-Orgel in Holpe. Fotos: C. Buchen

Holpe war im Hinblick auf die deutsch-französische Verständigung insofern der geeignete Veranstaltungsort, als es hier ein besonderes historisches Kriegerdenkmal gibt. Auf dem Denkmal am Ortsrand von Holpe steht in großen Lettern: „Wilh. Kraus erschoss den ersten Franzosen“. Was nach dem deutsch-französischen Krieg 1870/71 wohl eher an eine Ruhmestat des aus Holpe stammenden Soldaten erinnern sollte, gilt heute, nach Auffassung der beiden Partnerschaftsvereine in Morsbach und Milly, viel mehr als Mahnung, Konflikte nicht mit Waffen auszutragen und Freundschaften zu pflegen.

Hanne Gräser, die Vorsitzende des hiesigen Partnerschaftsvereins, begrüßte die rund 60 Zuhörer und die Interpretin in der katholischen Kirche St. Mariä Heimsuchung in Holpe. Dr. Dirk van Betteray oblag es, Helga Schauerte-Maubouet vorzustellen. Im sauerländischen Lennestadt geboren, ist sie heute Organistin an der deutschen evangelischen Christuskirche in Paris und zählt zu den profunden Kennerinnen und international renommierten Interpretinnen der französischen Orgelmusik des 19. und 20. Jahrhunderts.

Die Autorin des „Handbuchs der Orgelmusik“ ist außerdem Orgellehrerin am Pariser Konservatorium, hat über 40 CDs eingespielt und in Anerkennung ihrer Verdienste das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommen. Helga Schauerte-Maubouet wurde außerdem vom französischen Kultusministerium mit dem „Orden der Künste und der Literatur“ ausgezeichnet.

Hanne Gräser (r.) vom Partnerschaftsverein Morsbach/Milly-la-Forêt dankte Helga Schauerte-Maubouet für ein außergewöhnliches Orgelkonzert.

Hanne Gräser (r.) vom Partnerschaftsverein Morsbach/Milly-la-Forêt dankte Helga Schauerte-Maubouet für ein außergewöhnliches Orgelkonzert.

Bei dem Konzert in Holpe ließ die Organistin Werke verschiedener französischer und deutscher Komponisten erklingen. Den Reigen der Orgelwerke eröffnete sie mit der „Toccata“ von Gaston Bélier. Es folgte ein bedächtiges „Adagio aus der 3. Sonate“ von Alexandre Guilmant. Von César Franck, einem der bedeutendsten französischen Komponisten des 19. Jahrhunderts, erklang das Stück „Pièce héroique“, das er im Gedenken an die im deutsch-französischen Krieg 1870/71 gefallenen Soldaten geschrieben hatte.

Von Louis Vierne stammte „Carillon“, von seinem Bruder Réné die „Toccate“ aus dem Jahr 1914, kurz bevor dieser im Ersten Weltkrieg von einer österreichischen Granate tödlich getroffen wurde. Helga Schauerte-Maubouet brachte auch Stücke deutscher Komponisten zu Gehör, so von Max Reger (“Siciliano, op. 47“) und von Sigfrid Karg-Elert („Nun danket alle Gott, op. 65“).

Das deutsch-französische Orgelkonzert endete nicht ohne eine Zugabe der bekannten Organistin. Unter anhaltendem Beifall der Zuhörer bedankte sich Hanne Gräser bei dem Gast aus Paris mit einer großen Orchideenstaude. Christoph Buchen

Élysée-Vertrag
Der als Élysée-Vertrag bezeichnete deutsch-französische Freundschaftsvertrag wurde am 22. Januar 1963 von Bundeskanzler Konrad Adenauer und vom französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle im Pariser Élysée-Palast unterzeichnet. Der Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit hat die beiden Länder nach langer „Erbfeindschaft“ und verlustreichen Kriegen kontinuierlich zusammengeführt. Er sollte die Aussöhnung zwischen den Völkern Deutschlands und Frankreichs besiegeln und legte den Grundstein für die Freundschaft zwischen beiden Ländern.

Kriegerdenkmal Holpe
Das Kriegerdenkmal in Holpe wurde 1911 vom Krieger- und Landwehrverein Holpe errichtet. Eine Steinplatte trägt die Gravur: „Zum Andenken an die siegreichen Feldzüge 1866-1870/71. Den Heldentod starben 1870/71: … Kraus Wilh. erschoss den ersten Franzosen“. Die Inschrift (4. Zeile von unten) erinnert daran, dass der erste preußische Soldat, der 1870 einen Franzosen tötete, Wilhelm Kraus hieß und ein Sohn des Tagelöhners Kraus aus Reinshagen bei Holpe war. Wilhelm Kraus galt als besonders guter Schütze. Er diente bei Ausbruch des Krieges 1870 beim 40. Hohenzollern`schen Füsilier-Regiment.

29. Januar 2018
von Partnerschaft
Keine Kommentare

Partnerschaft aktuell: Französische Schüler in Morsbach

Da waren sie wieder, 29 französische Schulkinder und ihre begleitenden Lehrerinnen aus unseren Partnerschaftsgemeinden rund um Milly-la-Forêt und wohnten Mitte Januar für eine Woche in den Familien der Gemeinschaftsschüler. Ihnen sei großer Dank! Manch einer wird die Kinder gesehen haben, als sie in einer Rallye unser Morsbach erkundet haben. Christoph Buchen stand ihnen mit seinem Wissen und originellen Geschichten zur Verfügung. Sogar das Bild der 7. Station des Kreuzweges, auf dem Napoleon das Kreuz trägt, haben sie in der Basilika entdeckt. Danach wurden die Gäste im großen Sitzungssaal des Rathauses von Bürgermeister Jörg Bukowski empfangen. Er stand ihnen Rede und Antwort.

Die französischen SchülerInnen und ihre begleitenden Lehrerinnen wurden im Sitzungssaal des Rathauses von Bürgermeister Jörg Bukowski empfangen. Foto: C. Buchen

Die französischen SchülerInnen und ihre begleitenden Lehrerinnen wurden im Sitzungssaal des Rathauses von Bürgermeister Jörg Bukowski empfangen. Foto: C. Buchen

 

Am nächsten Tag erlebten die Schüler die Oberbergische Landschaft. Höhepunkt war der Besuch des Freilichtmuseums Lindlar. Unsere Landeshauptstadt Düsseldorf und das Neanderthal-Museum mit seiner Geschichte der Menschwerdung standen auch auf dem Programm. Speziell mit der deutschen Geschichte seit 1945 beschäftigten sie sich zusammen mit den deutschen Kindern im Haus der Geschichte in Bonn. Den gemeinsamen, krönenden Abschluss bildete ein fröhliches Eislaufen in der Eissporthalle Wiehl.

Am Ende der Woche fand eine tränenreiche Verabschiedung statt in der Vorfreude auf ein Wiedersehen im März in Milly-la-Forêt. Alle Beteiligten waren sich einig über eine sehr gelungene Woche. Hanne Gräser

1. Juni 2017
von Partnerschaft
Keine Kommentare

Kunstausstellung als Teil der Partnerschaft mit Frankreich

Das „lange“ Wochenende zu Christi Himmelfahrt stand wieder ganz im Zeichen der Städtepartnerschaft mit dem französischen Kanton Milly-la-Forêt. Im 47. Jahr der Partnerschaft weilten 34 Gäste, darunter der Chor „Ensemble Vocale“, der Künstler Thierry Citron (63) und Bürgermeister Kees aus Dannemois, vier Tage in Morsbach. Die rührige Vorsitzende des hiesigen Partnerschaftsvereins, Hanne Gräser, hatte mit ihrem Vorstand ein abwechslungsreiches Aufenthaltsprogramm organisiert.
Zunächst wurden die Gäste Christi Himmelfahrt im Sitzungssaal des Rathauses empfangen. Der stellvertretende Bürgermeister Karl-Heinz Schramm hieß die Franzosen herzlich willkommen, bevor sie in ihre Quartiere gingen. Am Freitagmorgen stand der Besuch von Panarbora bei Waldbröl an. Am Nachmittag endete der Spaziergang durch Morsbach im Rathaus. In der dortigen Rathausgalerie präsentierte Thierry Citron 43 seiner Pastellmalereien. Hier hatte besonders Vorstandsmitglied Angelika Vogel für einen dekorativen und genüsslichen Rahmen mit Kaffee, Kuchen und Sekt gesorgt.
Hanner Gräser eröffnete die Vernissage und konnte unter den Gästen auch einige Morsbacher Künstler sowie Altbürgermeister August Pielsticker (92) begrüßen, der viele Jahre die Partnerschaft gefördert hat. Der stellvertretende Bürgermeister Karl-Heinz Schramm stellte in seinem Grußwort fest: „Der Künstler Thierry Citron ist ein Mensch, der mit seinen Werken unsere Welt reicher macht.“

Der Künstler Thierry Citron aus dem französischen Partnerschaftskanton Milly-la-Forêt (Mitte) schenkte am Ende der Vernissage der Gemeinde eines seiner Werke. Darüber freuten sich vor allem die Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Hanne Gräser und der stellvertretende Bürgermeister Karl-Heinz Schramm. Foto: C. Buchen

Der Künstler Thierry Citron aus dem französischen Partnerschaftskanton Milly-la-Forêt (Mitte) schenkte am Ende der Vernissage der Gemeinde eines seiner Werke. Darüber freuten sich vor allem die Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Hanne Gräser und der stellvertretende Bürgermeister Karl-Heinz Schramm. Foto: C. Buchen

Citron freute sich sichtlich über diese Worte und meinte in fließendem Deutsch: „Ich möchte nicht über meine Werke sprechen; sie sprechen für sich.“ Er zeigte sich stolz, ein Teil der Partnerschaft zu sein und in Morsbach seine Werke, die in seinem Atelier in Maisse entstanden sind, ausstellen zu dürfen. Er ließ die Entwicklung der Partnerschaft, die er über Jahre begleitet hat, in kurzen Worten Revue passieren. August Pielsticker bezeichnete er als einen der ersten „Partnerschaftshandwerker“, und Holpe fand Citron als „malerisch-würdigstes“ Dorf im Oberbergischen.
Der Morsbacher Künstlerin Ursula Groten war es dann überlassen, die Werke des französischen Kollegen eindrücklich und in malerischen Worten zu beschreiben. Zum Schluss schenkte Thierry Citron noch eines seiner farbenfrohen Bilder der Gemeinde. Die Ausstellung ist noch bis zum 19. Juni in der Morsbacher Rathausgalerie zu besichtigen.
Am Freitagabend fand noch ein gemeinsames Konzert in der Basilika statt (siehe gesonderter Bericht), und am Samstag unternahmen die französischen Gäste einen Ausflug in die Landeshauptstadt Düsseldorf, bevor sie am nächsten Tag wieder die Heimreise antraten. CB

1. Juni 2017
von Partnerschaft
Keine Kommentare

Deutsch-französisches Benefizkonzert unter der Osterkerze in der Basilika

„Die Lieder bringen uns zusammen.“ Mit diesen Worten begrüße Pfarrer Tobias Zöller am 26. Mai die Mitwirkenden und die Zuhörer bei einem Benefizkonzert in der Morsbacher Basilika. Mitwirkende waren das „Ensemble Vocale“ aus dem französischen Partnerschaftskanton Milly-la-Forêt unter der Leitung von Bernard Mugat und der Kammerchor St. Gertrud unter dem Dirigat von Adam Lenart. Unter den Zuhörern war auch eine Reisegruppe, die über das „lange“ Wochenende von Milly aus nach Morsbach gekommen war.
„Möge unter der brennenden Osterkerze die Freundschaft zwischen den beiden Ländern weiter wachsen“, meinte Pfarrer Zöller. Ebenso herzlich begrüßte die Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, Hanne Gräser, die SängerInnen und ZuhörerInnen in dem Gotteshaus. Sie freute sich, dass dieses gemeinsame deutsch-französische Konzert zustande gekommen war.

„Ensemble Vocale“ aus Milly-la-Forêt und der Kammerchor an St. Gertrud ließen am Schluss des deutsch-französischen Benefizkonzertes in der Basilika „Herr Deine Güte reicht so weit“ erklingen. Foto: C. Buchen

„Ensemble Vocale“ aus Milly-la-Forêt und der Kammerchor an St. Gertrud ließen am Schluss des deutsch-französischen Benefizkonzertes in der Basilika „Herr Deine Güte reicht so weit“ erklingen. Foto: C. Buchen

„Möge unter der brennenden Osterkerze die Freundschaft zwischen den beiden Ländern weiter wachsen“, meinte Pfarrer Zöller. Ebenso herzlich begrüßte die Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, Hanne Gräser, die SängerInnen und ZuhörerInnen in dem Gotteshaus. Sie freute sich, dass dieses gemeinsame deutsch-französische Konzert zustande gekommen war.
Den ersten Teil des Konzertes gestaltete der 14köpfige Kammerchor mit vier Frühlingsliedern. Da klang „Grüß Gott Du schöner Maien“ ebenso durch die Kirche, wie „Innsbruck ich muss dich lassen“ aus dem 15. Jahrhundert, gefolgt von „Ding dinge dong“ aus dem Eurovision Song Contest des Jahres 1975. Als Solistin trat dann Brigitte Kötting mit einem brillanten „Raise me up“ hervor.
Ebenfalls 14 Mitglieder hatte das gemischte „Ensemble Vocale“. Der Chor intonierte zunächst in Deutsch das Volkslied „Ich fahr dahin“ mit einem Solo von Marlene Schwoerer. Es folgte „Das klinget so herrlich“ aus Mozarts „Zauberflöte. In einer Kirche darf natürlich kein Marienlied fehlen. Das „Ave Maria“ und Ave verum“ des französischen Chores passte volltrefflich in die altehrwürdige Basilika. Auch die Herren des Chores begeisterten mit ihren sonoren Stimmen und zwei geistlichen Liedern.
Höhepunkt des Benefizkonzertes war zweifellos das Chorwerk „Herr Deine Güte reicht so weit“, das beide Chöre zusammen als Zugabe vortrugen. Und nicht genug: Als zweite Zugabe erklang die „Europahymne“, bei der auch die Zuhörer mitsingen konnten. Der Reinerlös des Konzertes ging zur Hälfte an den Partnerschaftsverein und an den Orgelbauausschuss für die neue Gertrudisorgel. CB

 

 

12. Mai 2017
von Partnerschaft
Keine Kommentare

Französische SchülerInnen von Morsbach begeistert

So lautete im April die Rückmeldung aus dem französischen Partnerschaftskanton Milly-la-Forêt nach der Heimkehr der Jugendlichen vom Austauschaufenthalt in Morsbach. Die SchülerInnen wohnten in Elternfamilien der Gemeinschaftsschule Morsbach. Durch die Sonntagsausflüge der Gastfamilien konnten sie bereits vielfältige Eindrücke aus dem Rheinland gewinnen. Allen Gastfamilien gebührt großer Dank.
Im Laufe der Woche nahmen die SchülerInnen montags am Unterricht teil und konnten nachmittags Morsbach kennenlernen. Überrascht waren sie über die erkennbaren Zeichen der Verbindung mit Frankreich und ihrer Heimatstadt im Rathaus (Wappen von Milly im Sitzungssaal), auf dem Rathausvorplatz (Gedenkstein) und sogar in der Basilika (Napoleon-Bild auf der Station 5 des Kreuzwegs).
In den nächsten Tagen führte sie der Morsbacher Partnerschaftsverein nach Schloss Burg an der Wupper und zur Müngstener Brücke mit dem Freizeitpark, nach Düsseldorf und ins Freilichtmuseum nach Lindlar.

Die französischen SchülerInnen und die begleitenden Lehrerinnen wurden von Bürgermeister Jörg Bukowski herzlich im Sitzungssaal des Rathauses empfangen. Foto: C. Buchen

Die französischen SchülerInnen und die begleitenden Lehrerinnen wurden von Bürgermeister Jörg Bukowski herzlich im Sitzungssaal des Rathauses empfangen. Foto: C. Buchen

 

Zurück in Morsbach ließen sich die Jugendlichen bei REWE über Angebotsunterschiede in Deutschland und in Frankreich informieren. Ein Kunde hörte die französische Sprache und stellte sich als einer der Ersten in Morsbach heraus, der bei der Gründung der Partnerschaft dabei war. Er kannte Milly-la-Forêt von Besuchen und sang allen Zuhörern ein französisches Lied vor. Das war eine Überraschung.
Den Abschluss bildete der Empfang bei Bürgermeister Jörg Bukowski im Sitzungssaal des Rathauses. Eine Stunde stellte sich Bukowski souverän den auf Deutsch vorgetragenen ernsthaften, witzigen und auch persönlichen Fragen und lud anschließend zum Eis ein. Natürlich folgte das obligatorische Foto unter den beiden Gemeindewappen. Die Jugendlichen sind an Sprache und Eindrücken reicher wieder nach Hause gefahren.
Morsbach freut sich schon auf die zu Christi Himmelfahrt kommenden Erwachsenen.

12. Mai 2017
von Partnerschaft
Keine Kommentare

Der Partnerschaftsverein informiert und lädt ein

Aus Morsbachs Partnerschaftskanton Milly-la-Forêt in Frankreich reisen in einer größeren Gruppe französischen Freunde zu Christi Himmelfahrt vom 25. bis 28. Mai 2017 zum gewohnten Gegenbesuch an, nachdem im vergangenen Jahr eine Abordnung aus Morsbach erneut mit einem wunderbaren Programm verwöhnt worden war.
Die Gäste werden am Donnerstag, 25. Mai im Rathaus empfangen. Am Freitag, 26. Mai lernen die Gäste nach einer Fahrt durch die schöne Oberbergische Landschaft Panarbora in Waldbröl kennen. Den Nachmittag und Abend widmen sie den Morsbacher BürgerInnen.
Interessierte, auch auswärtige, sind zunächst um 16.00 Uhr in die Rathausgalerie zu einer sehenswerten Ausstellungseröffnung eingeladen. Präsentiert werden bei Anwesenheit des Künstlers Thierry Citron aus Milly-la-Forêt seine über die Grenzen hinaus anerkannten, auch oft in Deutschland ausgestellten Bilder. Die bekannte Künstlerin Ursula Groten bringt sie den BesucherInnen näher.
Am Abend um 20.00 Uhr kann in der Basilika ein gemeinsames Konzert mit dem „Ensemble Vocale“ aus Milly-la-Forêt (Leitung: Bernard Mugat) und dem örtlichen Kammerchor St. Gertrud (Leitung: Adam Lenart) genossen werden. Der Eintritt ist frei. Eine Spende zu Gunsten des Partnerschaftsvereins und der Orgel würde sehr erfreuen.
Den Samstag verbringen die Gäste mit ihren Gastgebern in der Landeshauptstadt Düsseldorf. Und am Sonntag reisen sie hoffentlich zufrieden und beeindruckt wieder ab und freuen sich gewiss auf den Gegenbesuch der Morsbacher zu Christi Himmelfahrt 2018 in Milly-la-Forêt.
Partnerschaftsverein Morsbach/Milly-la-Forêt, Hanne Gräser

12. Mai 2017
von Partnerschaft
Keine Kommentare

SchülerInnen zu Gast in Milly-la-Forêt

Im März brachen 21 SchülerInnen der 6.-10. Klassen der Gemeinschaftsschule Morsbach zu ihrem diesjährigen Schüleraustausch mit dem französischen Partnerschaftskanton Milly-la-Forêt auf. Sie verbrachten zunächst ein Wochenende mit ihren Gastfamilien, bevor am Montag dann das offizielle Programm mit einem Vormittag in der Schule startete. Die folgende Woche war ausgefüllt mit abwechslungsreichen und hochinteressanten Aktionen und Besuchen.

So hatten die SchülerInnen viel Spaß am historischen Tennisspiel in der Turnhalle des Schlosses von Fontainebleau mit einem prominenten französischen Profispieler und bearbeiteten mit viel Geduld und Geschick ein kleines Glasfenster in den Ateliers der Kathedrale von Chartres, deren eindrucksvolle blaue Fenster alle SchülerInnen in ihren Bann zogen.

Ganz besonders interessant gestaltete sich eine Einladung in den großen kreisrunden Ratssaal des Conseil Départemental de l´Essonne zum Gespräch mit der Abgeordneten Caroline Parâtre, die sich den Fragen der französischen und deutschen SchülerInnen stellte. Diese erkundigten sich nicht nur nach ihrer Arbeit und den Aufgaben des Rates, sondern auch nach dem Ausbau der erneuerbaren Energien und der Mittelstandsförderung im Departement, das im weitesten Sinne unserem Oberbergischen Kreis vergleichbar ist.

Das vielseitige Programm konnte von einer Zielsetzung nicht ablenken: dem Austausch und der gemeinsamen Zeit mit den französischen Gastgebern. Alle Familien zeigten den jungen Gästen aus Morsbach ihr Land von der schönsten Seite, z.B. mit Ausflügen nach Paris und zum Eiffelturm, zum Tierpark und in die Wälder zum Klettern. Bei schönstem Wetter machte diese Reise allen Teilnehmern großen Spaß, und der Abschied am Freitagmorgen fiel entsprechend schwer. Alle freuten sich auf den Gegenbesuch in Morsbach Ende April. Foto: Privat

20. Januar 2017
von Partnerschaft
Keine Kommentare

Besuchsaustausche 2017

25.-31.03.2017 Schülerfahrt nach Milly

22.-28.04.2017 Besuch französischer Schüler in Morsbach

25.-28.05.2017 Besuch französischer Bürger in Morsbach über Christi Himmelfahrt

20. Januar 2017
von Partnerschaft
Keine Kommentare

Schülerfahrt in den Partnerschaftskanton

Für die Französisch lernenden Schülerinnen und Schüler der Morsbacher Gemeinschaftsschule ist die Partnerstadt Milly–la-Forêt immer eine Reise wert. So brachen auch in diesem Jahr 2016 im Rahmen der Austauscharbeit des Partnerschaftsvereins die Kinder wieder zum Gegenbesuch auf. Leider waren Hochwasser und Matsch an der Tagesordnung. Ein Mädchen musste sogar mit seinen Gasteltern evakuiert werden und zur Oma umziehen. Das tat aber alles der Wiedersehensfreude, den Unternehmungen und dem Humor keinen Abbruch.

Der französische Partnerschaftsverein hatte wieder ein abwechslungsreiches und ansprechendes Programm vorbereitet. Es führte über schulische Begegnungen, gemeinsames Klettern und Bogenschießen zum Frühstücksempfang durch den Bürgermeister. Die mittelalterliche Burganlage Guedelon wurde besichtigt. Seit Jahren befindet sie sich im Originalwiederaufbau mit mittelalterlichen Gewerken.

Natürlich blieb auch ein wenig Zeit, um kleine Mitbringsel für die Eltern zu kaufen. Anschließend standen der Besuch eines Museums mit historischen Flugzeugen und eine Imkerei auf dem Programm. Den Höhepunkt bildete das Schloss Vaux Le Vicomte mit seinem barocken Garten. Nach diesem Vorbild wurden Schloss Versailles von Ludwig dem XIV. bei Paris und das Sommerschloss Sanssouci von Friedrich dem Großen in Potsdam gebaut.

Die deutschen Schülerinnen und Schüler boten ihren Gasteltern und dem Gastland ein gutes Bild. So endete der Aufenthalt mit großem Dank an alle Verantwortlichen und dem Versprechen, die Austausche im Sinne der deutsch-französischen Freundschaft fortzusetzen.

Den Aufenthalt nutzte die Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Morsbach/Milly-la-Forêt, Hanne Gräser, um kleine Spezialitäten und Informationsmaterial aus Milly-la-Forêt auf dem Markt „Kunst und Kräuter“ im Morsbacher Kurpark anzubieten (siehe Foto). Was hat denn Milly-la-Forêt mit dem Thema des Marktes zu tun? Recht viel, denn es ist in Frankreich die Region, in der medizinische Heilkräuter kultiviert werden und aus deren Blüten hervorragender Honig sowie andere Produkte gewonnen und hergestellt werden. Fotos: Privat

19. Januar 2017
von Partnerschaft
Keine Kommentare

Morsbacher zu Besuch in Frankreich – Partnerschaftsverein organisierte Reise

Im Mai 2016 besuchten zum wiederholten Mal Morsbacher Bürger auf Einladung der französischen Gastgeber vier Tage die Partnerstadt Milly-la-Forêt. Es war der Gegenbesuch zum Besuch im vergangenen Jahr anlässlich des 45jährigen Jubiläums, das in der Kulturstätte gefeiert wurde. Nach dem herzlichen Empfang in Milly ging es in die Familien zu einem typisch französischen Abendessen.

Wie immer hatten die Gastgeber ein besonderes Programm vorbereitet. Die deutschen Gäste besuchten die an der Loire gelegene Stadt Briare. Dort war Mitte des 19. Jahrhunderts die maschinelle Knopf- und Perlen- sowie die Mosaikherstellung entwickelt worden. Bis heute werden die nunmehr weltweit berühmten Mosaiken in alle Welt exportiert. Die wirklich berühmte „haute cuisine“ (französische hohe Küche) wurde mittags in fürstlicher Umgebung serviert.

Foto: A. Vogel

Foto: A. Vogel

Nachmittags rundete eine Schifffahrt auf dem Kanal rund um Briare den Tag ab. Sie führte auf einer historischen Brücke über die Loire hinweg, die einzige stählerne von Eiffel (=Erbauer des Eiffelturms) konstruierte Brücke in Europa.

Anderntags konnten in Milly-la-Forêt die Krypta, die die Region charakterisierende Kräuterproduktion und die Kapelle St. Blaise mit der Grabstelle von Jean Cocteau, dem berühmten Künstlersohn von Milly-la-Forêt, besichtigt werden.

Der Abschiedsabend, wie immer mit einem wunderbaren Buffet, wartete mit einer musikalischen Überraschung auf. Die Vorsitzende des französischen Partnerkomitées, Marlène Schwoerer, begleitet von einem Pianisten, begeisterte mit Herz ergreifendem Gesang aus bekanntem klassischem Repertoire. Der Abend endete mit dem Versprechen, sich im nächsten Jahr zu Christi Himmelfahrt in Morsbach wiederzusehen.